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Meinereiner

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Gulliermo del Toros Meisterwerk Pan's Labyrinth
Ich habe mir einige Gedanken über den Film gemacht und den entstandenen Essay erst einmal auf den Seiten des g-wie-gorilla.de veröffentlicht.
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Neuer Asiahorror: Re-Cycle auf DVD
Und wieder einmal sind wir in Hongkong, dieses Mal aber in einer HK-Thailand-Co-Produktion. Die Pang-Brothers, die als Cutter und Koloristen schon seit einigen Jahren Hongkong unsicher gemacht haben, sind wieder in die Regiestühle zurückgekehrt und haben nach ihrem gemeinsamen Debut Bangkog Dangerous und dem großen Horror-Hit The Eye (beide werden gerade in Hollywood von ihnen geremaked) endlich mal wieder was wirklich neues gedreht. Re-Cycle beginnt, wie schon The Eye, als Horror-Film, wechselt aber recht schnell in eine expressive Fantasie-Welt, um mehr zum Abenteuerdrama zu werden.
Was mir sehr gut gefallen hat, ist die sehr asiatische Handlung, die eine Art asiatischen Effekt-Blockbuster der intelligenteren Art hervorgebracht hat. Die Hauptfigur ist eine Autorin, die einen Horror-Roman verfassen will und dabei in ihre eigene Welt des Vergessenen hineingezogen wird. Diese Welt besteht aus einigen Tableaus, die in ihrer expressiven Art der Darstellung des Inneren der Hauptfigur durch das Staging an eine CGI- und Genrevariante von Akira Kurosawas Dreams erinnert. Wie dies funktioniert und was das bedeutet, will ich nicht einmal sagen, da es einiges an Spaß nimmt.
Einige Kritiker warfen dem Film vor, keinen Sinn zu ergeben und keine Charakterentwicklung zu haben. Wer Filmbilder nur als Transporter für sprachliche Inhalte sieht, wird halt auch bei den größtmöglichen filmischen Bildsymbolen nicht fündig werden. Der Film schreit geradezu Psychologisierung und macht auch das wichtigste richtig: die Psyche ist nie vollkommen verständlich, vor allem, wenn sie aus Platzhaltern der Marke C.G. Jung 2.0 besteht… Aber, nun gut: ich kann das Teil nur empfehlen, bei Splendid ist Re-Cyle in einer ganz grandiosen Doppel-Box herausgekommen…
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Asiatisches Film-Roundup
Um hier wieder ein wenig reaktivierend zu wirken hier ein Roundup von asiatischen Filmen, die ich in der letzten Zeit genossen habe. Zudem möchte ich noch auf meinen etwas längeren Artikel zu Johnny Tos Meisterwerk Exiled auf der Homepage meines Kumpels Thomas G-wie-Gorilla.de verweisen. Alle Filme sind in Deutschland erhältlich:
Jjakpae – City of Violence (Südkorea, 2006)
Wenn auch der Vergleich im Kern hinkt: Was Kill Bill für den Westen versucht, macht City of Violence für den koreanischen Markt. Der Film ist neben einem verdammt gut gemachten Heroic Bloodshed / Wuxia / Kung Fu-Mix auch so etwas wie eine Verarbeitung dieser Genres unter der Maßgabe einer eigenen, sich entwickelnden Filmsprache. Das Ganze ist sicherlich hoch reaktionär als Rachestory angelegt (wie eben auch Kill Bill, dessen Rechtfertigung auch in den Gesetzen der Genres, nicht denen der Realität zu finden ist) und macht aber so gar keine Gefangene, dazu aber ist es auch die Stilfindung eines koreanischen Actionfilms, der sich bewusst auf Hongkong bezieht, aber einen eigenen Weg der Darstellung sucht. Ruppig, spaßig und für Freunde der Genre-Analyse sogar hochintelligent. Nur zu empfehlen, aber bitte nur für Freunde der härteren Gangart!
Geochilmaru – The Showdown (Südkorea, 2005)
Der Film macht Spaß und ist der teilweise sehr gelungene Versuch, einen low-budget Film über Kung Fu zu machen. Der Regisseur setzt bewusst auf reale Settings und echte Kämpfer, um dem glattgebügelten Action-Look anderer Filme zu entgehen. Dazu handkamerat er eine gewisse Authentizität in das Geschehen, ohne dass es wie in Deutschland so oft visuell ins unterirdisch belanglose Bild abrutscht. Trotzdem funktioniert der Film nur dann, wenn man sich auf die Prämisse einlässt und zudem auch anerkennt, dass der Film mit sehr begrenzten Mitteln arbeitet. Erst dadurch kann sich das Ganze vom netten Unterhaltungsfilm abheben. Spaßig: Trotz der videospieleartigen Turnier-Struktur wirken die Kämpfe richtig gritty und irgendwo “echt”. Pflichttermin aber nur für Genre-Fans und solche, die mal was richtig neues in dem Bereich sehen wollen, ohne dass es gleich ins selbstrefernzielle Spiel abgleitet.
Hyeongsa – Duelist (Südkorea, 2005)
Hier das genialste Stück Film, dass wir Ende vorletzter Woche auf Thomas’ Beamer hatten. Meine Freunde waren hin und weg und ich nenne es jetzt mal eines der mutigsten Stücke Kinos seit langem und den Beweis dafür, dass das wirkliche Kino momentan weder in Europa, noch in den USA, sondern in Asien liegt. Regie führte LEE Myung-Se, ein extrem spannender Regisseur aus Korea. Dieser hat schon mit Nowhere to Hide begonnen, Kino wieder rein visuell zu sehen, und mit seinem neusten Werk Duelist geht er unendlich weiter. “Viele sehen in Film Drama, ich sehe in ihm Poesie.”, sagt der wohl meistgescholtene Regisseur Koreas zu seinen Filmen, und, hell yeah, genauso ist es! Wer versucht, diesen Film über die Dialoge zu erschließen, scheitert nachhaltig. Dafür nutzt er alles mögliche an visuellen Möglichkeiten und non-verbalen Tonkollagen. So wird der Kampf zum Walzer, wenn sich zwei lieben lernen, die Jagd nach dem Sack voller Geld zum umjubelten Football-Duell und jedes Bild zur assoziativen, rein emotionalen Aussage. Vergiss alles andere an Handlung, hier kommt das angreifbarste und damit, sorry ihr Kritiker, auch konsequenteste Stück Film seit langem! Und so ganz nebenbei feiern wir die Rückkehr des Schnelllaufs für Komik und Rasanz…
Some ist eine kleine Thriller-Entdeckung. Der Film spielt mit den Genre-Versatzstücken des asiatischen und westlichen Thrillers und bietet von Anfang an ein perfekt geputztes Stück Kracher-Kino. Doch hört das Ganze dort nicht auf. Zum einen wird der Plot um die totale Vernetzung einer Gesellschaft gesponnen, die sich fast schon selbst der totalen Überwachung an den Hals wirft (in Südkorea ist das umso brisanter, da dort erst seit 1988 eine demokratisch gewählte Regierung existiert und so manche Überwachungsgesetze immer noch existieren, zum Beispiel auch rabiate Anti-Kommunismus-Gesetze die im klaren Widerspruch zur Meinungsfreiheit stehen…). Zum anderen nutzt der Film als Gegenpol zur technischen Drogen-Hatz ein übernatürliches Element, welches aber nie aufgelöst wird. Dies hebt Some aus der Masse der Action-Thriller deutlich heraus und fordert vom Zuschauer einiges an eigener Denkarbeit ab. Dies wird dadurch unterstützt, dass der Film erst langsam einen Überblick über Figuren und Ereignisse gibt, sodass wir lange selbst nach einer brauchbaren Storyline suchen müssen.
Some ist sicherlich nicht fehlerfrei, aber ein perfektes Beispiel dafür, wie man auch in einem ansich glatt wirkenden Action-Thriller noch intelligente Subtexte unterbringen kann…
Orora gongju – Princess Aurora (Südkorea, 2005)
Und noch ein Serienkiller aus Südkorea. Der Film ist nicht ganz so gut wie die wirklichen Highlights wie zum Beispiel Memories of Murder oder The Last Witness, die vor allem durch die politischen, bzw. historischen Implikationen funktionieren. Hier ist es eine mehr gesellschaftliche Problematik, der sich der Film stellt. Gedreht wurde er von einer Regisseurin, PANG Eun-jin, greift der Film das Thema der Selbstjustiz und der Brüchigkeit eines (religiösen) Moralbildes auf. Besonders spannend: Der Film lässt bewusst auch eine reaktionäre Lesart zu, verschließt sich selbst gegen Ende einer schlussendlichen Bewertung aller Figuren, was innerhalb eines Genre-Rahmens durchaus mutig ist. Ansonsten wird hochwertige, aber nur bedingt tiefer gehende visuelle Kost geboten. Die Mordsequenzen sind bewusst extrem brutal gehalten, ihre Rechtfertigung (aus Sicht des Mörders!) erst viel später nachgeschoben. Dies hinterlässt den Zuschauer in einer Zwickmühle und lässt keine einfache Identifizierung mit irgendjemanden zu…
Chat gim – Die sieben Schwerter (HK, 2005)
Zu guter letzt: Ich habe endlich auch den recht aktuellen Film Die sieben Schwerter von TSUI Hark gesehen und gemocht. Der Film ist beim ersten Anschauen schwer verdaulich, da seine Erzählung wie bei Tsui üblich brüchig und fast schon in sich zerfallend wirkt. Bei gut 150 Minuten Film ist es daher nicht einfach, die einzelnen Momente und Dialogstrukturen wieder zu einem homogenen Narrationskomplex zusammenzusetzen, dadurch verhindert Tsui aber, dass der Film dank seiner komplizierten Vorlage zu langatmig wird. So herrschen die für den Meister der New Wave üblichen Momente vor, nur kurze Einspeisungen von Handlungsmustern stören die autarke Szenenstellung, die sich mit den formalen Elementen der Darstellung auseinandersetzen, um eine neue Art des Filmerzählens zu schaffen. Dies führt zu einer atemberaubenden Bildsprache und einzigartigen Choreaographien. Tsui löst die Charaktere in ihren Schwertkampfstilen auf und visualisiert wie kaum ein anderer ohne Gefangene zu nehmen die esoterische Vermengung von Kampfkunst und innerer Einstellung. Dies ist bekannt, aber Tsui radikalisiert diese Filmsprache, macht sie zu seinem persönlichen Ausdrucksmittel. Wer sich bisher kaum mit Tsui auseinandergesetzt hat, sollte nicht mit Die sieben Schwerter beginnen, alle anderen sollten zugreifen, auch wenn die Musik von Kenji Kawai wieder einiges zerstört, vor allem, wenn die Scores von Ghost in the Shell und Avalon zu deutlich durchdringen…
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Prestige - Die Meister der Magie
Nachdem ich mir den Film Ende letzter Wochen angeschaut habe, gingen mir einige Gedanken durch den Kopf die ich hier verewigt habe.
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Pinguine
Pinguine sind tolle Wesen und bei mir auch ohne Linux auf Platz 1 der Beliebtheitsskala. Zudem gibt es eine schöne Seite dazu, die ich soeben entdeckt habe:
Pinguine.net
Thumbs up
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